UV-Schutz für die Augen: Tipps und Tricks gegen Augensonnenbrand

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Auf sommerliche Sonnenstunden freut man sich jedes Jahr aufs Neue. Trotz der ganzen Vorfreude sollte der richtige Sonnenschutz nicht in Vergessenheit geraten. Nicht nur der für die Haut: Die Augen sind noch anfälliger für UV-Schädigungen. Wenn das Sonnenbad ins Auge geht, droht Augensonnenbrand. Was ist das überhaupt und wie funktioniert die Vorbeugung?

Augensonnenbrand: Was passiert, wenn die Sonne ins Auge geht?

Ab einem bestimmten UV-Index gehört guter Augenschutz ebenso zur Grundausstattung wie Sonnencreme mit angemessenem Lichtschutzfaktor. Ähnlich wie die Haut nehmen auch die Horn- und die Bindehaut ab gewisser UV-Belastung Schaden. Bei Verbrennungen in diesem sensiblen Bereich spricht der Augenarzt von Photo-Keratitis, dem Augensonnenbrand. Dieses Phänomen droht nicht nur bei vollständigem Verzicht auf einen Blendschutz, sondern auch bei falsch gewählten Accessoires. Neben Sonnenlicht kann auch die ungeschützte Arbeit mit Schweißgeräten einen Augensonnenbrand hervorrufen. Betroffene bemerken das Phänomen an Symptomen wie

  • Juckreiz
  • Brennen
  • Rötungen
  • tränenden Augen
  • Fremdkörpergefühl

Vorsicht: Bei einem Augensonnenbrand sollte immer ein Arztbesuch erfolgen. Der Fachmann kann die Hornhaut bei einer Photo-Keratitis mit Vitamin A, Salben und Verbandskontaktlinsen behandeln, um die Symptome zu lindern. Auch die Befeuchtung mit künstlichen Tränen und Kompressen mit lauwarmem Wasser schwächen die Beschwerden oft ab. Weil Augensonnenbrand in Einzelfällen zu Komplikationen wie Melanomen, Makuladegeneration oder bleibenden Sehbeeinträchtigungen führen kann, beugt man dem Phänomen in Zukunft am besten vor.

Wie schützt man die Augen vor UV-Licht?

Augensonnenbrand

Normalerweise blinzelt man automatisch, sobald es zu hell ist. Die Pupillen verengen sich, damit weniger Licht ins Augeninnere vordringt. Diese natürlichen Schutzmechanismen reichen bei hoher UV-Belastung trotzdem nicht aus. Ohne eine angemessene Sonnenbrille oder Kontaktlinsen mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verlässt man daher lieber nicht das Haus. Schädlich sind neben UV-Strahlen mit einer Wellenlänge von weniger als 380 Nanometern auch Infrarotstrahlen mit über 750 Nanometern. Um diese Strahlen von den Augen fernzuhalten, gilt es insbesondere auf Folgendes zu achten:

  • UV-400-Zeichen für UV- und UVA-Schutz.
  • gesichtsnaher Sonnenbrillenschnitt, um auch seitlich einfallendes Licht und Streulicht zu blockieren.
  • richtige Sonnenbrillengröße (am besten bis über die Augenbrauen)

Lichtschutz-Tipp: Kontaktlinsen mit integriertem Sonnenschutz halten Strahlung am besten von den Augen ab, weil sie anders als Sonnenbrillen direkt auf den Augen sitzen.

Lieber einmal zu viel als zu wenig

UV-Schutz spielt nicht nur grundsätzlich bei hoher Lichtintensität eine entscheidende Rolle, sondern auch in reflektierenden Umgebungen. An Gewässern beispielsweise ist die Belastung wesentlich höher. Dasselbe gilt im Hochgebirge – sogar im Winter. Der Schnee reflektiert die Sonnenstrahlen und verstärkt somit die UV-Belastung. Dieses Phänomen ist besonders Wintersportlern auch als Schneeblindheit bekannt. Was viele nicht wissen: Auch beim Lesen droht Augensonnenbrand. Die hellen Seiten gedruckter Bücher reflektieren das Licht und lassen es gebündelt auf die Netzhaut treffen. Daher sollte auch bei einer sommerlichen Lese-Session die Sonnenbrille oder Kontaktlinse mit UV-Schutz nicht fehlen.

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